4. Baugrößen

Saxophone werden wie fast alle anderen Instrumente auch in verschiedenen Stimmun-gen hergestellt. Das bedeutet, dass tatsächlich ein anderer Ton klingt, wenn ein C ge-griffen wird. Die Instrumente können also danach gebaut werden, in welcher Größe sie am angenehmsten klingen. Beispielsweise erklingt beim Es-Saxophon tatsächlich ein Es, wenn der Spieler ein C greift.

Das erste von Sax hergestellte Bass-Saxophon soll in C gestimmt gewesen sein. Später erweiterte Sax seine Instrumentenfamilie neben der F-Stimmung für Orchester auch auf Es und B. Die Es- und B-Stimmung war vor allem für den Einsatz in Militärkapellen vorgesehen. Von diesen verschiedenen Stimmungen sind hauptsächlich die Es- und B-Instrumente übrig geblieben.

Ein C-Saxophon wurde häufig um 1925 für wenige Jahre vor allem in den USA gebaut. Der Sound galt aber nicht so voluminös wie beim B-Tenor und nicht so aggressiv wie beim Es-Alt. Vereinzelt werden heute noch C-Saxophone aus dieser Zeit angeboten. Allerdings ist es nahezu unmöglich, passende zugehörige Mundstücke geschweige denn Blätter zu finden.

Ausgenommen von Sondermodellen werden üblicherweise heute folgende Baugrößen angeboten:

Sopran in B
Alt in Es
Tenor in B
Bariton in Es

Selten gibt es Bass- und Kontrabasssaxophone, etwas häufiger noch das Sopranino in Es. Als einziger Hersteller soll die Firma Orsi aus Italien die komplette Instrumentenfamilie im Sortiment haben.

Die weit aus häufigste Form ist das Es-Alt und B-Tenorsaxophon. Je größer das Instrument, desto besser ist die bauartbedingte Intonationsproblematik in den Griff zu bekommen bzw. wirkt sich weniger aus. Bereits beim Es-Alt sind die Anfangstöne des oberen Registers (d2, dis2, e2) oftmals zu hoch. Richtig heikel wird es beim Sopransaxophon. Die Töne ab dem cis3 sind regelmäßig zu hoch, ein weiteres Problem stellt die Stimmung zwischen cis2 und cis3 dar.

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