6. Frankreich
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6.1. Henri Selmer Paris
Der Firmengründer Henri Selmer (1858 - 1941) kam aus einer Familie mit langer musikalischer Tradition. Selmer selbst war ausgebildeter Klarinettist. So stellte er in der 1885 in Paris eingerichteten kleinen Werkstatt zunächst hauptsächlich Klarinetten her.
Erst ab 1915 interessierte sich Henri Selmer für den Saxophonbau. 1919 zog Selmer nach Mantes-la-Ville um, wo bereits die Instrumentenwerkstätten Dolnet und Evette&Schäffer ansässig waren. 1921 kam das erste Selmer-Saxophon mit dem Markennamen Model 22 auf den Markt. Diesem folgte 1926 das Model 26.
1928 übernahm Henri Selmer zusätzlich die Pariser Werkstatt von Adolphe Edouard Sax, dem Sohn von Adolphe Sax, welcher das Saxophon erfunden hatte.
1930 wurde das Cigar Cutter / Super Sax vorgestellt und ab 1934 das "Radio Improved". Bereits 1936 folgte das Balanced Action, ab 1948 das Super Action. 1954 wurde das legendäre Mark VI eingeführt, welches erst 1975 durch das Mark VII abgelöst wurde. Diesem folgte 1981 das Super Action 80. Seit 1986 ist das Super Action 80/II und zusätzlich seit einigen Jahren auch das Super Action 80/III im Angebot.
Hatte Selmer Paris bislang jahrzehntelang immer nur ein einziges hochwertiges Profi-modell im Angebot, wurde diese Strategie mit dem gleichzeitigen Angebot der Serie II und Serie III geändert. Aktuell sind sogar zwei weitere Angebote im Programm, nämlich wie bereits erwähnt die Nachbauten des Balanced Action von 1936 und des Mark VI von 1954. Diese Modelle werden nun Reference 36 und Reference 54 genannt.
Saxophone von Selmer Paris gehören immer noch zur ersten Wahl für professionelle Saxophonisten. Selmer Paris wird nach wie vor als Familienunternehmen geführt. Teile des Unternehmens sind die Alleinvertriebsgesellschaften Selmer Düsseldorf (seit 1957) und Selmer Tokio (seit 1973).
6.2. Buffet-Crampon
Der Name Buffet lässt sich als Traditions-Instrumentenbauer bis ins 17. Jahrhundert zurück verfolgen und wird eigentlich eher mit hochwertigen Klarinetten, Flöten und Oboen in Zusammenhang gebracht.
Bekannt wurde der Name Buffet durch die Weiterentwicklung des durch Boehm erfundenen Klappensystems. Jean-Louis Buffet führte die Werkstatt seines Vaters nach seiner Heirat mit Zoe Crampon 1836 unter dem Namen Buffet-Crampon.
Ab 1850 befand sich die Werkstatt in Mantes-la-Ville, wo ab 1866 mit dem Bau von Saxophonen begonnen wurde. 1885 erfolgte die Übernahme durch Paul Evette und Ernest Schaeffer. Dies führte zum Zusatz "Evette & Schaeffer" auf allen Instrumenten. Ab 1929 wurde die Bezeichnung "Buffet-Crampon S.A." verwendet.
1981 erfolgte der Zusammenschluss mit der Boosey & Hawkes Gruppe, welcher auch die deutsche Firma Julius Keilwerth angehört. Die ersten Modelle nannten sich Super Dynaction. Die Saxophone wurden später als Serie A oder Serie 1, gelegentlich auch als S 1 bezeichnet. Bis 1927 wurde die Bezeichnung in alphabetischer Weise fortgeführt, also Serie B bis Serie H. In den 70er Jahren wurde die Modellbezeichnung Prestige verwendet. Aktuell wird ein Alt-Saxophon unter der Bezeichnung S 3 Prestige angeboten. Die billigere Evette Serie ist eine Auftragsarbeit für Buffet aus dem asiatischen Raum.
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