10. Schlussbemerkung

Als Spitzensaxophone können trotz einiger Kritikpunkte nach wie vor die Instrumente von Selmer Paris gelten, welche sich mit den hochwertigen japanischen Saxophonen von Yanagisawa und Yamaha messen lassen müssen. Weiterhin dürfte in diesem Segment die deutsche Firma Julius Keilwerth konkurrenzfähig sein.

Seit einiger Zeit ist ein Trend zum angeblich heute vermissten Sound der alten amerikanischen Saxophone erkennbar. Die Volltönigkeit und leichte Ansprache vor allem im unteren Bereich und der eher warme Sound dieser Instrumente wird in den Vordergrund gestellt.

Dies ruft eine gewisse Nachfrage nach Instrumenten amerikanischer Firmen aus den 30er bis 50er Jahre hervor.
Hierbei sind insbesondere die Modelle Connqueror (30-M) und Ladyface bzw. Naked Lady (6-M und 10-M) von Conn , das Buescher 400, das Super 20 von King und von Martin das Modell The Martin zu nennen.

Diese Aufzählung kann nicht vollständig sein, da die subjektive Einschätzung der Instrumente und persönliche Vorlieben mit ausschlaggebend sind. Auch die anderen Modellreihen dieser Hersteller stehen teilweise hoch im Kurs. Gut eingestellte und neu überholte Vintage-Instrumente können preislich gelegentlich eine Alternative zu den aktuellen Profisaxophonen sein. Auch an dieser Stelle muss nochmals darauf hingewiesen werden, dass der Sound neben dem Instrument selbst von etlichen anderen Faktoren wie S-Bogen, Mundstück und Blättchen abhängig ist.

Nachdem die Qualität amerikanischer Instrumente ab den 60er Jahren nachließ ist man neuerdings wieder bemüht, gerade bei Conn und King unter dem Dach der Fa. UMI wieder an alte Zeiten anzuknüpfen. Als Gebraucht-Instrument französischer Herkunft mit sehr hohem Sammlerwert gilt das Mark VI von Selmer Paris, welches aber mancherorts als überbezahlt bezeichnet wird.

Insgesamt erscheint der Einstieg zum Erwerb eines passablen Saxophones ab 800 Euro im Vergleich zu einer Gitarre preislich etwas höher zu liegen. Im Gegensatz zu anderen Instrumentenarten liegt der Preis für die Meisterklasse bei den gängigen Saxophonen je nach Ausstattung aber bei erschwinglichen 2000 bis 4000 Euro, beim Baritonsaxophon bei ca. 5000 Euro.

zum Inhaltsverzeichnis
zur Startseite